SCHNEEEE!

Von draus, vom Felde komm ich her!
Ja… Ich habe lange nichts mehr geschrieben, da meine Ausbildung mir leider kaum freie Zeit gelassen hat.
Dafür kann ich euch nun bestätigen: Ich bin seit Samstag offiziell staatlich anerkannter Rettungssanitäter.

Bei Facebook haben alle plötzlich angefangen “SCHNEEEE!” zu schreiben… Ich bin raus gegangen und habe leider keinen Schnee finden können. :/ Alle Jahre wieder falle ich auf dieses Missverständnis herein. Ja, für unsere Ostfriesischen Verhältnisse sitze ich grade in einem Schneesturm und dürfte mich eigentlich nicht mehr trauen ins Auto zu steigen.
Das bedeutet, in Emden landen ca. 5 Schneeregenflockentropfen pro Minute auf der Straße und schmelzen.

Eine bittere Enttäuschung! Ich habe mich schon so sehr auf Auto freiräumen, Unfallgefahren und stürzende Omis gefreut… Oder auch nicht.

Aber mal ernsthaft: Ist Schnee nicht etwas schönes? Hier in Ostfriesland sicherlich Mangelware, aber wenn es hier (ein wenig) Schnee gibt freue ich mich immer. Alles ist hell und glitzert und die ganze Welt verändert sich. Ich liebe es, die Welt plötzlich komplett verändert zu sehen. Vielleicht starte ich bald mal wieder eine Foto-Tour…?
Was ich erstaunlich finde: Mit dem ersten Schnee verstärken sich alle Emotionen. Menschen die seit 3 Jahren in einer Beziehung sind fühlen sich frisch verliebt, andere sind unheimlich glücklich, und wieder andere fühlen sich einsam und allein gelassen.
Diese Entwicklung sieht man erstaunlicherweise sogar bei meiner Arbeit: Die Aufmerksamkeitsbedürftigen rufen öfter die Rettungswagen und simulieren Krankheiten, Depressionen treten öfter auf und allgemein scheinen die Menschen viel emotionaler als im Sommer.

Nun denn Leute: Ich wünsche euch einen unfallfreien, schönen Winter und werde mich sicherlich bald wieder bei euch melden!

FERTIG!

Pünktlich zum letzten Schultag ist auch die Dokumentation zu unserem Schulprojekt “Gemeinsam statt Einsam” online! :)

Dokumentation Gemeinsam statt Einsam

Bei dem Projekt geht es um Mobbingprävention auf Grundschulebene. Mehr Informationen gebe ich gerne auf Anfrage, falls ihr sie der Dokumentation nicht entnehmen könnt. (Entschuldigt bitte, dass es so lange gedauert hat)

Ich hoffe, dass ein paar von euch dieses Thema ernst nehmen… Vielleicht lesen es ja auch durch Zufall ein paar Grundschullehrer? :)

Ich würde mich sehr über Feedbacks freuen.

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Kapött -.-

Leider ist mein Windows von einem megamiesen Virus befallen worden, weswegen ich im Moment dabei bin, meine Arbeiten zu retten…
Ich schreibe sicherlich bald wieder…

VORAB: Ich werde bald einen weiteren Kanal eröffnen, da ich in letzter zeit gern gefragt werde, ob ich nochmal was über die Feuerwehr schreiben kann.
Auf dem Kanal werden allerdings nicht nur Feuerwehrgeschichten kommen… Ich habe nämlich einen FSJ-Platz bekommen und werde ab August meine Ausbildung zum Rettungssanitäter beginnen. :)  

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„Warum schreibst du nichts mehr?“

Diese Frage wird mir neuerdings von einigen Freunden und Bekannten gestellt…

Ich bin im Moment in der Schule sehr stark eingeplant. Der übliche Schulstress, bald fangen meine Abschlussprüfungen an, und vor Allem: Bald werden wir von der Schule aus ein Projekt an einer Grundschule durchführen. In dem Projekt geht es um Mobbingprävention auf Grundschulebene. Das gab es so in Ostfriesland noch nie, und da ich mit in der Projektleitung sitze gibt es viel Arbeit für mich.

Das Projekt wird am Montag durchgeführt und ich bin wahnsinnig gespannt, ob wirklich alles so laufen wird, wie ich es mir erhoffe!

Also drückt mir die Daumen! Ich werde bald einen ausführlichen Bericht über das Thema hochladen ;)

Stolz

Heute möchte ich mich gerne “outen”. Ich gehöre einer Gruppe Menschen an, welche von der Gesellschaft oftmals als “Säufer” oder “Möchtegerns” abgestempelt wird.

Ich bin Feuerwehrmann, kein Held.
Ich bin nicht derjenige, der nur mit einem nassen Tuch vorm Mund in ein brennendes Haus rennt, und mit einer jungen Frau auf der Schulter wieder herauskommt.
Ich bin nicht derjenige, der mit verkohlter Uniform aus dem Haus kommt, sich die Maske runterreißt und von allen gefeiert wird.

Ich bin Feuerwehrmann, ein Held.
Ich bin derjenige, der mitten in der Nacht aufsteht, und zur Wache radelt, weil irgendwo jemand versehentlich einen Rauchmelder ausgelöst hat.
Ich bin derjenige, der bei Einsätzen mit gefährdeten Menschenleben draußen, vor dem Haus bleibt.
Ich baue Wasserversorgungen auf. Ich stelle Leitern und Lichtmäste auf. Ich bringe den Leuten, die später – schwer atmend, mit verkohlter Uniform – aus dem Gebäude kommen, eine Axt oder eine Trage zur Tür. Ich lösche das Haus von außen.

Nach einem Einsatz radle ich nach Hause, zu meinen Eltern. Dann trinke ich ein Glas Wasser und gehe duschen. Und wenn ich aufgrund meiner Arbeit bei der Feuerwehr am nächsten Morgen völlig verschlafen zum Unterricht komme, dann sagt man mir nach, ich hätte einen über meinen Durst getrunken und sei zu spät ins Bett gegangen.

Wenn ich jemanden kennen lerne, und ihm erzähle, ich sei in der Feuerwehr, so sagt man mir direkt nach, ich wäre in den größten Trinker-Verein Deutschlands eingetreten. Kaum einer denkt als erstes an harte Arbeit, Kameradschaft und das Gefühl Menschen geholfen zu haben.

 

    Wer Mitglied ist, kann verdammt stolz auf sich sein, egal was er macht.
        Bei uns zählt jede helfende Hand.

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