Archiv für den Monat Februar 2012

Bang Bang – Die Jagd nach den Stars

Bang bang, you shot me down; bang bang you hang around; bang bang, that awful sound; bang bang, my babe shot me down. […]

Na? Wer hat es erkannt? Mit Sicherheit nur die wenigsten meiner Generation. Und dabei war es doch mal so ein berühmter Satz. – Vor meiner Zeit, versteht sich. – Als die Welt noch Schwarz-Weiß war, und man sich mit seinen Freunden die neuste LP angehöhrt hat.

Eigentlich Schade.
Für diejenigen, die es nicht erkannt haben: Ich spreche von Musik. Und damit meine ich nicht diese Musik, die man mit dem Computer macht, und bei der die Instrumente alle simuliert sind, bei der maximal das Keyboard echt ist. Ich rede von der Art Musik, bei der es schon was Besonderes war, wenn eine elektrische Gitarre zum Einsatz kam. Das obige Lied ist übrigens von Cher und wurde noch im selben Jahr von Nancy Sinatra, einer Frau, von der man früher gesagt hat, sie sei eine der größten Stimmen der Welt, gecovert. Heute sucht man in aufwendigen Casting-shows nach den größten Stimmen Deutschlands. Hat man sie gefunden, dann wird sie kurz scharmlos ausgebeutet und in einem Jahr kann sich kaum einer mehr dran erinnern, denn man ist bereits auf drei verschiedenen Wegen auf der Suche nach dem nächsten „Stimmwunder“.

– An dieser Stelle gehen sie bitte einmal kurz in sich. Und überlegen sie, wer eigentlich der erste „Superstar“ war, den Dieter Bohlen für uns gesucht hat. –
Sie wissen es nicht mehr? Ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber wenn ich Wikipedia trauen darf, so war es ein junger Herr mit Namen Alexander Klaws. Auch er war mal ein Stimmwunder. Vielleicht ist er sogar immer noch ein Stimmwunder, in der örtlichen Kneipe? Hatte er jemals eine Chance? Wahrscheinlich nicht. Aber was wäre wohl aus ihm geworden, wenn er 40 Jahre früher gelebt hätte? Vielleicht hätte er damals mit den Doors mithalten können.

Vielleicht ist ein interessantes Wort. Es besteht aus den Worten viel und leicht. Trotzdem haben die Superstars von heute nicht viele Chancen. Und trotzdem ist es nicht leicht ein Star zu sein. – oder einer zu werden –

Wer bin ich?

Ich sitze grade im Wohnzimmer auf einem roten Sofa. Es ist ein Designerstück glaube ich, man kann die Rückenlehnen verschieben, um die Sitzfläche zu vergrößern oder zu verkleinern. Zwei Stück stehen hier im rechten Winkel zueinander. Ich glaube, das sind die einzigen Designermöbel in unserem Haus – wenn man die selbstgemachte Garderobe meines Vaters nicht mitzählt – sonst ist alles IKEA.

Ich sitze also grade auf diesem Sofa. Ich trage schwarze Turnschuhe, an deren Seiten ein grünes NIKE-Logo eingearbeitet ist. Sie sind das teuerste an meinen Klamotten. Der Rest ist C&A oder H&M oder wie sie alle heißen.
Ich sitze auf diesem roten Sofa. Ich halte in meiner Hand ein Zigarillo, welches ich mir vor fünf Minuten angezündet habe. Auf dem weißen Tisch mit der Glasplatte liegt eine kleine Rote Schachtel. 17 Stück 1,90€ steht auf dem Steuersiegel. Für die teuren hatte ich grade kein Geld übrig. Daneben liegt ein kleines Sturmfeuerzeug. An der Seite steht in verschnörkelter Schrift „Sky„. Es sieht teuer aus, aber ich weiß nicht wie teuer es wirklich war, denn es war ein Geburtstagsgeschenk.
Auf dem Tisch – der vor dem roten Sofa steht, auf dem ich sitze – steht außerdem noch eine Tasse. In der Tasse ist ein Chai Latte, dessen Duft sich mit dem meines Zigarillos vermischt. Daneben ein Aschenbecher. Er ist quadratisch, schwarz von innen Silber mit vier kleinen Einfräsungen für Zigaretten.
Ich sitze auf dem Sofa roter Farbe. Für viele bin ich der Schwede, für andere Grisu, für eine bin ich Schatz, eine nennt mich Oleweil sie mit diesen neumodischen Namen nicht zurechtkommt – aber für die meisten bin ich einfach nur Kjell.

Mein Zigarillo ist aufgeraucht. Ich drücke es aus. Heute habe ich verschlafen, bin zu spät zur Schule gekommen. Das passiert mir in letzter Zeit öfter, weiß nicht warum… Mein Politiklehrer war nicht sehr begeistert davon, aber er war auch nicht sauer. Im Moment überlege ich, wie ich mich wohl beschreiben könnte.

Ich bin relativ groß – 1,88m – habe kurze braune Haare, blau-graue Augen. Ich trage einen Pulli von C&A und eine Jeans von Bon Prix. Ich sitze auf einem Sofa, welches mit rotem Leder bezogen ist. Auf dem Sofa liegen zwei weiße Kissen. Ich habe meinen Laptop auf den Beinen und schreibe. Meine Mutter kommt herein: „Ich koche jetzt essen, kannst du während dessen ein bisschen aufräumen?

Mist, schonwieder nicht dazu gekommen, den Artikel zu Ende zu schreiben.

Blind vor Opposition

Ich habe mich wirklich erschrocken. Verzeihen sie mir meine Ausdrucksweise, sollte sie mir im nachfolgenden Artikel etwas entgleiten. Noch immer bin ich angesäuert aufgrund eines Artikels hier auf WordPress, denn dieser Artikel ist wirklich die Krönung! Leider weiß ich nicht mehr, wo ich diesen Artikel finden kann, wäre aber sehr dankbar, falls jemand diesen angeblich wissenschaftlichen Bericht wiederfindet, und in den Kommentaren verlinkt.

Da will man ein wenig Zeit totschlagen und liest sich ein wenig im WordPress-Universum herum, als man plötzlich auf einen riesen Artikel stößt. Bereits im Titel heißt es Deutschland sei auf dem direkten Weg in eine systematische Diktatur. Aber damit nicht genug. Der Verfasser stellt das ganze so dar, als ob Christian Wulff, der ja als Bundespräsident praktisch keine Macht hat, unser Diktator wäre. In dem Artikel wird lang und ausführlich darüber berichtet, dass durch Christian Wulff unsere Pressefreiheit nicht mehr existent ist und dass es endlich mal an der Zeit war, das der Springer-Verlag sich dagegen wehrt.

Liebe Leser und Leserinnen,

ich hoffe doch sehr, dass ich mit diesem Blog wenigstens ein paar Menschen mit Verstand erreiche. Ich weiß nicht, wie viel Leser der besagte Blog hat. Aufgrund der Menge an bejubelnden Kommentaren vermute ich aber, dass es sich um einige handelt, die diesen Blog Lesen – völlig ohne Ahnung von der deutschen Geschichte – und alles glauben was dort geschrieben steht. Anschließend dichten sich die Leute noch etwas mehr Schwachsinn dazu, und posten diesen dann ebenfalls unter diesen Artikel.

Was mich an der ganzen Geschichte am meisten stört ist, dass alles bei diesem Blog völlig ohne wirklichen Bezug zur Realität ist. Oder ist irgendjemand der Meinung, Christian Wulff sei unser nächster Diktator? 😉

Ich würde mich sehr über ein paar Kommentare freuen.

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Das Ende für alle erlichen Downloader?

Es ist wohl kaum an jemanden vorbeigegangen. Immerhin war es ja in der Bild-Zeitung. Kim Schmitz wurde festgenommen, seine Server abgeschaltet, die Festplatten beschlagnahmt. Die Politik feiert, die Raubkopierer protestieren. Aber muss man wirklich ein Raubkopierer sein, um sich Megaupload zurück zu wünschen?

Bildquelle: fr-online.de

Ich spiele sehr gerne ein Spiel, welches für sich genommen relativ langweilig ist. Erst durch verschiedene Modifikationen – „Mod“ genannt – wird dieses Spiel wirklkich gut. Seit langem habe ich auf eine besondere Mod gewartet, dann ging mein alter Computer kaputt. Ich habe zwar einen neuen Rechner, die Mod ist aber leider auf einem Server von Kim Schmitz gespeichert. Da es diesen Server aber nicht mehr gibt, kann ich mir mein Spiel nicht runterladen.

Es ist übrigens völlig legal. –

Ich denke, die eigentliche Tragödie ist nicht, dass es keine gratis-Musik mehr gibt, denn das Runterladen von rechtlich geschüzten Werken ist nicht umsonst verboten (!), sondern dass Megaupload in meinen Augen nie eine illegale Seite war, sondern schlicht und ergreifend eine kostenlos zugängige Serverplattform.

Sicherlich wird es bald wieder einen Ersatz geben, welcher die gleichen Dienste anbietet. Nur sind sämtliche Daten bis dahin komplett unzugänglich.

Mich würde eure Meinung zu dem Thema interresieren. 😉

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